Die Lussheimer Hundefreunde luden in diesem Jahr wieder zum offenen Turnier am Samstag und zum 2. Laufe der AWC-Quali am Sonntag ein. Anmelden konnten wir uns jeweils schon am Freitagabend bzw. Samstagabend, so das in der Früh das Anstehen an der Meldestelle wegfiel.
Samstag, 04.06.2005:
Vor Ort gab es zunächst keine schriftlichen Informationen über den Ablauf, man durfte die Lautsprecheransage kurz vor Turnierbeginn nicht verpassen, um ausreichend informiert zu sein. Wir begannen mit dem Jumping 3, Parcoursbegehung war zur Überraschung für alle 83 Starter gleichzeitig, dafür hatten wir hierfür etwas länger Zeit. Entsprechend groß war dann auch das Gedränge auf dem relativ klein abgesteckten Parcours. Eine gestaffelte Einteilung mit weniger Startern ist wesentlich effektiver, der Zeitaufwand aber auch nicht viel größer. Bei 2 Parcours wäre ein etwas detaillierterer Zeit- bzw. Ablaufplan angebracht gewesen, vor allem auch in schriftlicher Form. Die Ergebnislisten in einem neuen gewöhnungsbedürftigen Format waren wie gewohnt schnell nach den Läufen ausgehängt. Ansonsten war alles wie gewohnt perfekt, sogar das Wetter spielte an beiden Tagen mit, zumeist Sonne mit wenigen Wolken, kein Regen, aber etwas windig. Sehr gut angekommen ist die Organisation des weiteren Abends mit Live-Musik an der angrenzenden Grillhütte.
A 3 und Jumping 3 Medium mit Carlos: Wir begannen mit dem Jumping 3 auf dem etwas kleinen Platz hinter dem Vereinsheim. Es hieß, irgendwie hätte der Parcoursplan anders ausgesehen, aber der vorhandene Platz war zu klein. Schon bei der Parcoursbegehung wurde der zuerst gestellte Stofftunnel gegen einen normalen Tunnel Nr. 14 ausgewechselt, da die Passage eine Verletzungsgefahr für den Hund bedeutet hätte. Trotzdem war der Parcours an dieser Sequenz einfach nicht schön. Einen Jumping stelle ich mit anders vor, das war nicht flüssig, keine Verleitungen - sondern es war nur ein Zickzack-Kurs. Entsprechend waren auch die Läufe anzusehen. Mit Carlos gelang der Slalomeingang nicht, da war ich zu spät an der richtigen Stelle, nach der Hürde 13 umkreiste er wie einige andere auch den gesamten langen Tunnel 14 um dann aber doch noch ins richtig Loch zu gehen. Dies war zwar keine Verweigerung, aber ein riesiger Umweg. Zum Schluss verweigerte er noch den Schlusssprung. Somit mit 2 Verweigerungen der 11. Platz in 40,88 sec. Gewonnen hat Lisa Germann mit Trixi in 33,23 sec. - sie zeigte uns allen, wie dieser Parcours zu machen ist - vor Birgit Golombek mit Linus in 40,67 sec, also schon über der Standardzeit von 39 sec. Der A-3 Parcours, ebenfalls vom Richteranwärter Alex Beitl entworfen, war indessen sehr flüssig und schön zu laufen. Unser Lauf gelang auch sehr gut, den Fehler am Laufstegabgang habe ich selbst zwar nicht registriert, da zu diesem Zeitpunkt auch noch das Mikro ausgefallen war, gab es keine Ergebnisansage und ich habe erst viel später davon erfahren. Trotzdem kamen wir noch auf den 4. Platz.
Jumping 3 und A 3 Small: Im Jumping - Fido war heute nicht am Start - hatten die Small-Hunde mit dem ungewöhnlichen Parcours keine so großen Probleme und wir sahen einige tolle Läufe. Der Sieg ging hat Daniel Schröder mit Chip. Im A-Lauf gab es nur zwei fehlerfreie Teams, gewonnen hat Johanna Stier mit Sheltie Tamilay vor Gisela Bausch mit Border Terrier Jojo.
PARCOURS: A 3 und Jumping 3 und alle Ergebnisse hier
Sonntag, 05.06.2005 (2. Lauf zur AWC-Quali)
A 3 und Jumping 3 Medium mit Carlos: Der A 3 Parcours wurde von Ebbo Steiner gestellt. Interessante Stellen gab es, so der Slalomeingang, und einige schnelle Passagen, aber auch Standagility waren angesagt - wie die Sequenz nach der A-Wand. Die größte Gefahr war aber das Übertreten des Laufsteges - oder auch die Regelauslegung des Richters - das Beugen des Oberkörpers über den Laufsteg, um dem Hund in den Tunnel zu zeigen, was zur Disqualifikation führte. Wo hier die Grenze zum Dis war, war allein Auslegungssache des Richters und von aussen nicht immer nachzuvollziehen. Wenn wir schon mal bei den Regeln sind, so sollten im Parcours auch die Abstände zwischen den Hindernissen eingehalten werden, von der Hürde 18 in den Tunnel 19 waren es gerade mal 50 cm. Die Medium- und Small-Läufe richtete Dagmar Kimmig. Die Geräteabstände wurden in manchen, schnelleren Passagen bei uns verkürzt. Im A-Lauf gelang uns bis zur Wand alles ganz gut, das Carlos die Stange an der Hürde 3 nach meinem Wechsel riss, bemerkte ich gar nicht. An der A-Wand dann der Kontaktzonenfehler, da ich nicht weit genug vorlief, danach kamen wir nach einigem Hin und Her doch noch zum Tunnel 19 und ins Ziel. Gewonnen hat diesen Lauf Ralf Suckfüll mit Paulinchen in 42,07 sec., also knapp über der Standardzeit von 42 sec. Carlos kam auf den 13. Platz. Im Jumping sollte sich die endgültige Punktevergabe und somit die Quali nach Emmendingen entscheiden. Es wurde wieder in umgekehrter Reihenfolge nach dem Ergebnis des A-Laufes gestartet. Wir kamen schon recht bald dran. Ein angemessener Parcours, die Passage von der Hürde 15 über die Hürde 16 war schon bei den Large-Teams die Schlüsselstelle. Auch mit Carlos gelang dies nicht und ich schickte ihn über die daneben stehende Hürde 11. Somit Dis und keine Chance mehr nach Emmendingen. Gewonnen hat Petra Loche mit Ricarda vor Heidi Zahn mit Spirit. In der Gesamtwertung aus der Summe des Ergebnisses aus Dorsten und heute bedeutete dies den 5. Rang für uns mit 25 Punkten, die wir in Dorsten erhielten. Nach Emmendingen fahren Ralf Suckfüll, Sabine Zepf, Franzl Schmidt und Petra Hiesdorf. Unsere 25 Punkte reichen nicht, da alle, die bisher schon Punkte hatten, auch jetzt die vorderen Plätze belegten. In den Klassen Small oder Large wäre unser Punkteergebnis weit ausreichend gewesen.
A 3 und Jumping 3 Small mit Fido: Mit Fido ging es im A-Lauf nach einem Laufstegfehler noch bis hinter die A-Wand ganz gut, dann kam das Dis in der Schlusssequenz. Gewonnen hat Roswitha Turner mit Pudel Isabeau. Im Jumping mit Fido gab es an der gleichen Stelle wie mit Carlos ein Dis, obwohl ich diesmal anders geführt hatte. Den Jumping hat Daniel Schröder gewonnen. Nach Emmendingen qualifiziert haben sich Roswitha Turner, Marcel Schlühr, Marion Schlühr und Daniel Schröder.
Zur Verteilung der Startplätze nach den einzelnen Größenklassen noch eine Anmerkung. Im Vorfeld und nach der 1. Quali in Dorsten, als die Anzahl der Starter dann endgültig bekannt war, wurde bei den Verantwortlichen eine Anpassung der in den vergangenen Jahren praktizierten Startplatzverteilung von Large = 12, Medium = 4, Small = 4 Teams in Anlehnung an die tatsächlichen Starterzahlen in den einzelnen Größenklassen angeregt. Es erfolgte aber keine Reaktion darauf. Von der Starterzahl in Neulussheim her gesehen müsste die Verteilung so lauten: Large (58 Starter) = 10, Medium (30) = 5, Small (26) = 5 Teilnehmer in Emmendingen. Über die Gründe, dass die Verteilung nicht nach der Anzahl der Starter erfolgte, kann nur gerätselt werden.
PARCOURS: A 3 und Jumping 3, alle Ergebnisse hier
Weiterer Bericht bei agility-granting-pleasure
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